W. Eugene Smith – Der grosse Reportagefotograf (1918–1978)
Wer war der berühmte W. Eugene Smith wirklich? War er der Prophet des engagierten Fotojournalismus und der Foto-Essays für die Zeitschrift Life? War er der Illusionist des Realen, dessen fotografische Inszenierungen in den Augen seiner Zeitgenossen dem Kult des Objektiven Schaden zufügten? Oder war er gar der Märtyrer der Fotografie, bereit, alle Schlachten zu schlagen, damit dem Bild und der Kreativität des Fotografen der Platz gebühre, der ihnen in der damaligen Presse vorenthalten blieb? Die Ausstellung und das begleitende Buch gehen dem Mythos W. Eugene Smith nach, zeigen seine Kriegsfotografien, seine Reportagen für die Zeitschrift Life (Über Albert Schweitzer, Grossbritannien, Spanish Village etc.), seine grossen Essays über die Industriestadt Pittsburgh, über Haiti und die Quecksilber-Katastrophe im Fischerdorf Minamata. Sie stellen aber auch einen dunkel-poetischen Smith vor - in seinen unbekannten „Sichten aus dem Fenster“. Smith wusste mit dem Schatten zu spielen, dem Schatten, mit dem er seine Bilder bedeckte, der bewusst dramatisierten Sicht, der Schwärze, „ohne die man die Welt nicht sähe“ (Aragon).
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